(I am sorry about the language but since it is about german customs,
there is no need to translate it.)

Ich erhalte viele Pakete von außerhalb der EU
und kenne mich daher recht gut aus.

Ahja, Zoll fällt an, wenn Pakete von außerhalb in die EU gebracht werden.

Bei mangelndem Grundwissen oder Unsicherheit rate ich ->
Google “Ist in der EU?”

Grundsätzlich:

Der berechnete Betrag ist der Gesamtbetrag,
also Preis + Versand.

Wenn ich also einen Artikel für 20€ kaufe und 30€ Versand bezahle,
bin ich schon über der “Geschenk”-Mindestgrenze und muss zahlen.

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Der normale Ablauf ist:

Das Paket kommt an einem Flughafen an.
Mit Glück wird es nicht überprüft,
die Post kann nicht jedes Paket checken.

Angaben wie “gift/Geschenk” werden ignoriert (Aussage meiner Zöllner),
bzw regeln nur den Freibetrag, der höher ist, sollte es ein Geschenk sein.

Ist das Paket in einen Zollrahmen, durch Größe oder Wert,
landet es beim örtlichen Zollamt.
Ein paar Tage später erhält man per Post eine Benachrichtigung
und kann es wahlweise abholen oder schicken lassen (gebührenpflichtig).

Übrigens ruhig Blut, die Nachverfolgung zeigt oft “zugestellt” an,
wenn es im Amt landet.
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Alternativ, wenn der Sendung außen eine Rechnung beiliegt
und die glaubwürdig erscheint,
kommt das Paket an die Tür und man muss den Zollbetrag bar bezahlen.

Das Paket und der Inhalt wird geprüft (auf Fälschungen oder Rechtswidrigkeit),
dann muss der Käufer den Kaufpreis nachweisen,
meist durch eine Rechnung oder Paypal-Beleg.
Entweder tut er das auf dem Amt oder er schickt die Rechnung per Post.

Holt er es ab, muss er die Kosten begleichen und kann das Paket mitnehmen.
Per Post dauert es recht lange (~1-2 Wochen, nach Sendung der Rechnung),
das Paket wird dann geliefert und man muss wie bei Nachnahme an der Tür zahlen.

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Erfahrungsgemäß sind die Grenzen bei:

-unter ~40 €: kostenfrei

-ab 40-149 €: zollfrei, aber steuerpflichtig (19%)

-über 150 €: zoll- und steuerpflichtig (~ 2 x 19%)

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Aus Erfahrung kann ich auch sagen, dass es nichts bringt,
den Endbetrag auf den Euro genau auszurechnen,
da fünf Ämter fünf verschiedene Beträge aus den Unterlagen rauslesen.

Des weiteren werden Strafzölle fällig,
sollte man recht forsch mit den Beamten sprechen,
diese werden natürlich in verschiedene Zölle verpackt.

Also immer höflich bleiben.

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Anbei ein Flugblatt meines Amtes.

Zoll

Die Tage kam zum ersten Mal ein Brief,
dass sie der eingereichten Rechnung (!) nicht glauben,
nach Anruf habe ich dann Screenshots als Beweis des Kaufpreises vorgelegt,
Paket war am nächsten Tag da.

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Meiner Erfahrung nach sind Zöllner ganz umgänglich,
wenn sie merken, man ist nicht einer der <80% ist,
die n Paket “von nem Onkel aus USA” gekriegt haben und nicht verstehn,
warum sie jetzt dafür auch noch bezahlen müssen.

Zöllner sind auch “nur” Beamte die liebend gern einfach Papiere wälzen.
Wörtliche Erklärungsversuche sind meist ohne Erfolg.
Wenn alles gut (und “glaubwürdig”) ist,
ist der Stressfaktor für beide Seiten am niedrigsten.
“Ich erklär denen das am Telefon”, kann man sich sparen.

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Mit einer Angabe wie “Geschenk” kann man Glück haben,
aber wie man dem Flugblatt entnehmen kann,
wird nur der Freibetrag durch die Angabe geregelt.

Wenn man also ein Paket durch Geschenk “einfach so” erhält,
dann weil ein Zöllner ein Auge zugedrückt hat.

Darauf würde ich aber nicht hoffen.

Ich war anwesend als eine zugereiste Familie in Dabeisein ihrer Kinder
ein Paket öffnen musste und die Eltern Zoll
für die Weihnachtsgeschenke der Kinder bezahlen mussten.

Die Überraschung war da natürlich dahin.

Also lieber nicht darauf spekulieren, vor allem, wie will man beweisen,
dass es wirklich ein Geschenk ist?

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Erfahrungsgemäß verfährt DHL im obigen Muster,
bei UPS (bei anderen Services auch?) kann es vorkommen,
dass das Paket ankommt
und einige Zeit später eine Rechnung per Post über den Zollbetrag geschickt wird.

Als Ergänzung wäre zu sagen, dass alle Möglichkeiten,
den Zoll und die Steuer zu umgehn, als Steuerhinterziehung gehandelt werden.

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Der Zoll prüft auch die Echtheit der Artikel.

Offensichtliche Fälschungen werden (nach Prüfung)
einbehalten und vernichtet.

Die Zöllner sind geschult, aber es kann vorkommen,
dass ein echter Artikel als Fälschung betitelt wird.
Das is kein Grund zur Sorge,
da der Artikel dann nur von einem Vertreter der Marke geprüft wird,
der sich auskennt.

Ein weiterer Aspekt is das MSDS (material data security sheet).
Dieses muss man vorlegen,
wenn man ein potentiell gefährliches Produkt (Batterie z.B)
in den USA bestellt.

Auch

Fake?

und

How to send

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